Gro├če Wiedersehensfreude der ehemaligen Mediziner

02.05.22   

Von Manfred Malinka

Stadtroda-Hainbücht. Nun schon zum vierten Mal trafen sich ehemalige Fußballer der BSG Medizin Stadtroda in trauter Runde in Hainbücht, die 1962/63 unter Trainer Horry Zipfel gemeinsam in der BSG Medizin Stadtroda als Junioren Fußball gespielt hatten. Nachdem 2020 coronabedingt nichts ging, traf man sich im September 2021 außerplanmäßig und für den April 2022 hatte Klaus Schwabe zwölf ehemalige Mitstreiter eingeladen, acht waren gekommen und freuten sich, freuten sich, gesund wieder dabei zu sein. Aus Jena, Gera und Stadtroda kamen diesmal die einstigen Fußballer, die vor 60 Jahren auf der roten Schlacke des „Sportplatzes am Wald“, gemeinsam manche Schlacht geschlagen hatten, in Geilings Gasthaus zu Hainbücht. Der Älteste der Anwesenden war diesmal Norbert Glöckner, der 78 Jahre alt ist. Organisator Schwabe, der später bei Motor Hermsdorf und Dynamo Gera in der DDR-Liga kickte, ist das mit seinen 74 Lenzen eher der Youngster. Leider mussten die Ehemaligen konstatieren, dass seit dem letzten Treffen 2021 zwei Sportfreunde von einst verstorben sind. Außer, dass wieder in Erinnerungen geschwelgt und gemeinsam Mittag gegessen wurde, hatte Klaus Schwabe seine Kameraden gebeten, Namen von ehemals bekannten Stadtrodaer Sportgrößen zu nennen, wo sich jeder mit einbringen musste. Bernd Jäger im Turnen, Fritz Hirschberger im Kugelstoßen und Handball, Harald Seime im Fechten, Fritz Stöckel im Motorsport und die Handball-WM-und Bundesliga-Schieris Rauchfuß/Buchda wurden genannt. Aus der Runde selbst ist Peter Hellmrich noch aktiv, der im Februar Kreismeister im Kegeln wurde. Auch an Rudi Ahnert, ihren ersten Trainer, dachten die Anwesenden. Als „väterlichen Freund“ und „Mädchen für alles“ bezeichneten die Fußballer ihren ersten Trainer. Die meisten hatten bei der Namensfindung für die Umgestaltung der Sportanlage, auf dessen roter Schlacke sie gemeinsam manche Schlacht geschlagen hatten, ohnehin für „Rudi-Ahnert-Stadion“ im Jahr 2000 plädiert. Auch der Übungsleiter von damals kam nicht zu kurz: Gesundheitlich war Horry Zipfel verhindert, bekam aber dennoch seine Geschichte. Bei einer Niederlage, die Einstellung der Spieler war miserabel, polterte der Trainer: „Ich höre auf, ich schmeiß den Job hin, wenn das so weitergeht.“ Das hat er natürlich nicht gemacht und alle amüsierten sich über die Erlebnisse von damals.

 Auf dem Foto zu sehen sind Norbert Glöckner, Harald Rosenkranz, Christoph Ertel, Klaus Schwabe, Lutz Schieferdecker, Joachim Ertel, Hartmut Rosenkranz und Peter Hellmrich.    FOTO: MANFRED MALINKA