Saalfeld- Stadtroda 3:8 04.06.18   Spielbericht aus Gegnersicht

FCS-GWS 3:8 I Spielbericht aus Gegnersicht

»»OTZ-Saalfeld. Was die 85 Zuschauer in dieser Spitzenbegegnung Vierter gegen den Dritten erlebten, vor allem die FC-Fans, konnte kurz nach dem Spiel noch keiner so richtig verstehen. Auch Spieler und Trainer rätselten, sahen sich sprachlos an. Seit dem Aufstieg vor zwei Jahren hat man eine Saalfelder Mannschaft noch nie so hilflos bei gegnerischen Angriffen erlebt wie in dieser Begegnung. In den bisher fünf Partien gegeneinander in der Landesklasse konnte der FC zwar nur einmal gewinnen, aber die Ergebnisse waren immer sehr eng. Die Gäste stellen eine spielstarke Mannschaft und waren immer in oberen Regionen der Tabelle zu finden. Auch in dieser Partie zeigten sie von Beginn an ihre Spielstärke und beherrschten die Anfangsminuten, ohne allerdings die Saalfelder Abwehr zu überraschen. Nach gut zehn Minuten befreiten sich die Einheimischen und zeigten den Gästen, dass auch sie nicht zu unrecht da oben stehen. Sie beherrschten den FSV jetzt eine halbe Stunde lang und erspielten sich gute Gelegenheiten. Saalfeld hätte eigentlich klar führen müssen. Es begann mit der großen Chance von J. Zeitler, der sich energisch durchsetzen konnte, aber sein Schuss ging vorbei. Kurze Zeit später war es G. Kaiser der per Kopf an Torhüter Padutsch scheiterte. Der Ball gelang über Umwege noch mal zu ihm, sein Schuss ging aber in die Wolken. In der nächsten Aktion jagte P. Hook den Gästen den Ball ab und sein Diagonalball kann von J. Zeitler in aussichtsreicher Position ebenfalls nicht verwertet werden. Ein Freistoß von P. Burghause, den der Gästetorwart nie erreicht hätte, ging knapp am Tor vorbei.
Dann war es erneut J. Zeitler, der nach einem Sturmlauf von F. Hutschenreuter und dessen genauer Eingabe eine große Möglichkeit ausließ. Es folgte die Strafe auf den Fuß. Innerhalb von neun Minuten spazierten die Gäste, allen voran ihr Regisseur Grohs, der das 0:1 seinem Mitspieler Poeckel vorlegte, das zweite selbst erzielte und beim 0:3, erneut von Poeckel erzielt, die Vorarbeit leistete. Auch wenn die FC-Mannschaft bisher eine durchwachsene Rückrunde gespielt hat kann man sich nicht erinnern, dass man einen Gegner derart schalten und walten ließ. Nach der Pause ein zunächst ausgeglichenes Spiel, was sich dann aber schnell wieder zugunsten der Gäste änderte. Sie spazierten diesmal innerhalb von sieben Minuten durch die FC-Abwehr. Metzner, Grohs und ihr Torjäger Fuchs erhöhten nach einer Stunde auf 0:6. Ein Debakel bahnte sich an. Die Einheimischen hielten aber jetzt besser dagegen und konnten durch G. Kaiser per Kopf und einem verwandelten Foulelfmeter durch den eingewechselten K. Langhammer das Ergebnis wieder etwas freundlicher gestalten. Vorangegangen war ein Foul an F. Hutschenreuter, der ausgewechselt werden musste und sich nach dem Spiel noch in Ärztliche Behandlung begeben musste. Ihm gilt baldige Genesung. Das Ausscheiden brachte wieder einen Knacks ins Spiel Die Gäste konnten dies durch Fuchs und Klinger mit zwei Toren nutzen. Die Gastgeber konnten durch J. Zeitlers Treffer in der 82. Minute das Resultat verbessern. Der nicht immer überzeugende Schiri Bachmann schickte in der 85. Minute den eingewechselten M. Gessner mit Gelb-Rot vom Platz.
Mit dieser klaren Heimniederlage sind die Ambitionen auf Platz drei zum Saisonabschluss Geschichte. Die Mannschaft muss aufpassen, nicht auch noch den Rang vier zu verlieren. Noch wichtiger ist die Arbeit von Trainer T. Giering die Mannschaft wieder aufzurichten und in die beiden letzten Saisonspiele in Ilmenau und zu Hause gegen Kahla mit viel Selbstbewusstsein zu gehen.
Jetzt kann man schon einschätzen, dass die Mannschaft im zweiten Landesklassenjahr wieder gute Leistungen gezeigt hat, auch wenn die eigene Zielstellung nicht ganz erreicht wurde. Wenn alle an einem Strang ziehen, sollte dieser Ausrutscher schnell vergessen sein, denn bekanntlich lernt man auch aus Niederlagen. Herbert Uhlmann / 04.06.18

 

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