Schwächste Halbzeit 24.08.13   Stadtrodaer liegen nach den ersten 45 Minuten beim Aufsteiger SpVgg Geratal 0:4 zurück

 Die Fußballer des FSV Grün-Weiß Stadtroda warten weiter auf den ersten dreifachen Punktgewinn. Auch im dritten Saisonspiel in der Verbandsliga gelang kein Sieg, im Gegenteil. Beim spielstarken Aufsteiger kassierte der FSV mit dem 2:5 die höchste Niederlage in einem Punktspiel im Sportjahr 2013. Wenn Torjäger Christian Reimann nicht noch in der 90.Minute das 2:5 gelungen wäre, wäre es sogar die höchste Niederlage seit dem Aufstieg im Sommer 2012 in die Verbandsliga geworden. "Mir fehlen die Worte. Ich habe keine Erklärung für diese erste Halbzeit", sagte Stadtrodas Trainer Björn Engmann kurz nach dem Spiel. Schiedsrichter Pierre Leitschuh hätte die Begegnung getrost schon zur Pause abpfeifen können, da führte der angagiert zur Sache gehende Gastgeber vor 180 Zuschauern auf dem Sportplatz in Geraberg 4:0. Die Gerataler gingen mit ihrem ersten Angriff nach gefühlten 30 Sekunden durch Robin Keiner 1:0 in Führung. Machmal lähmt ein so frühes Tor den Angriffsschwung, nicht bei der Spielvereinigung. Nach sieben Minuten hieß es durch Fabian Heyer 0:2, nach 25 Minuten durch Yasin Ben Achour 0:3 und nach 42 Minuten erhöhte Hannes Wollenschläger auf 4:0. Als Robin Keiner in der 66.Minute mit seinem zweiten Tor auf 5:0 erhöhte, drohte den Stadtrodaern eine Klatsche. Reimann konnte die Pleite noch abwenden. Freuen konnte sich der Torjäger nicht über seine Saisontore zwei und drei nach 73 und 90 Minuten. "Wenn es was Positives aus dem Spiel gibt, dann die Tatsache, dass wir uns in den zweiten 45 Minuten nicht abschlachten lassen haben", sagte Engmann. Der Trainer, der über den ersten Durchgang von der schwächsten Halbzeit seiner Mannschaft sprach seit seiner Amtsübernahme vor sieben Monaten, blieb ruhig. "Körperlich und spielerisch sind die Jungen fit. Heute hat der Kopf das Spiel entschieden. Nach dem 0:2 nach sieben Minuten hatten wohl einige nicht mehr daran geglaubt, dass heute noch etwas zu holen ist." Der Druck für die Stadtrodaer im zweiten Verbandsliga-Jahr ist seit Samstag nicht kleiner geworden. Im nächsten Heimspiel am Samstag gegen den SV 09 Arnstadt muss der erste Sieg her, sonst droht dem FSV 14 Tage später beim bisher noch punktlosen Nachbarn SV Blau-Weiß Neustadt ein Keller-Duell. Dass die Arnstädter keine Laufkundschaft sind, machen ihre bisherigen zwei Siege deutlich. Darunter war auch das 3:1 am ersten Spieltag beim Aufsteiger Geratal.   OTZ/Jens Henning

→ Statistik zum Spiel