Ein PĆ¼nktchen fehlt noch... 07.06.13   SV 09 Arnstadt-FSV GW Stadtroda (Sa, 15 Uhr)



Arnstadt. Die Ausgangslage der Fußballer des FSV Grün-Weiß Stadtroda im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga ist äußerst komfortabel. Vor den letzten beiden Punktspielen hat Stadtroda ein Plus von sechs Punkten und 20 Toren auf den verbliebenen Rivalen um den viertletzten Platz, auf den Mitaufsteiger SV Grün-Weiß Siemerode.

Ein Unentschieden morgen in Arnstadt würde Stadtroda genügen. Dann könnte die Mannschaft nicht mehr auf den drittletzten Tabellenrang abrutschen.

Gefahr aus der N OFV -Oberliga Süd droht seit Mittwochabend nicht mehr. Einen zweiten Absteiger aus Thüringen nach dem FSV Wacker Gotha wird es nicht geben. Dann hätte sich die Zahl der Absteiger aus der Verbandsliga auf einen Schlag von drei auf vier erhöht.
Die Drittliga-Reserve des FC Rot-Weiß Erfurt hat zwar vor dem letzten Spieltag nur noch einen Zähler mehr als die beiden Verfolger-Mannschaften. Doch der FC Erzgebirge Aue und Fortuna Chemnitz spielen am Sonntag ab 13.30 Uhr gegeneinander.

Gibt es da einen Gewinner, ist der Verlierer automatisch sportlich abgestiegen.
Bei einem Unentschieden in Aue müsste Erfurt II im Heimspiel gegen Wacker Gotha schon mit zehn Toren Differenz verlieren. Das scheint unmöglich: Die Gothaer haben im bisherigen Saisonverlauf auswärts sieben Törchen erzielt. Selbst ein 9 :0 für Gotha würde Erfurt II nicht wehtun. Dann wären die Erfurter weiter fünftklassig. Stadtrodas morgiger Gegner, der SV 09 Arnstadt, ist mit 35 Punkten längst gerettet. Das Rückspiel gegen die Grün-Weißen aus Stadtroda werden die Arnstädter aber ganz sicher nicht wegschenken.
Die deftige 1:5-Niederlage aus dem Hinspiel am 24. November wird Motivation genug sein, sich mit einem Erfolgserlebnis im Arnstädter Jahnstadion vom Heimpublikum zu verabschieden. Die fünf Tore für die Stadtrodaer auf dem Kunstrasenplatz erzielten damals Christian Reimann (29,, 54.), Andreas Kittner (15., 51.) und Dave Schröter (83.). Für die Arnstädter war es die zweithöchste Niederlage überhaupt im bisherigen Saisonverlauf. Sogar gegen den Meister SV Schott Jena verlor Arnstadt nur 0:4. Den Vogel schossen die 09er vor einem Monat beim 1:7 bei der Wismut in Gera ab.
Das Prädikat kurios verdient die bisherige Heimbilanz: Auf Unentschieden hat Arnstadt offenbar keine Lust. Entweder gab es Siege im eigenen Stadion oder Niederlagen. Zuletzt verlor Arnstadt viermal im Folge daheim. In der separaten Heimtabelle belegen die Arnstädter vor dem Wochenende nur den drittletzten Tabellenplatz. Einen Rang besser steht in dieser Statistik Stadtroda.

Die Mannen um Cheftrainer Björn Engmann könnten mit einem Sieg oder einem Unentschieden in Arnstadt alle möglichen Rechenbeispiele beenden und zum zweiten Mal die Arme nach oben reißen. Nach dem 2:0 gegen den ZFC Meuselwitz II gab es schon einen ersten kleinen Vorgeschmack, wie ausgelassen Stadtrodas Fußballer Erfolge ge bejubeln können.
Die große Nichtabstiegsparty oder Ligaverbleib-Party ist am 15. Juni nach dem letzten Heimspiel im Roda-Stadi0n gegen Leinefelde geplant. ,,Wir werden in der Halbzeitpause Ehrungen vornehmen, vor allem im Nachwuchsbereich. Und wir werden nach dem Spiel, vorausgesetzt der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach, auch unsere erste Mannschaft gebührend würdigen. Dieser Klassenerhalt ist von der Wertigkeit mindestens auf eine Stufe zu stellen mit dem erreichten Aufstieg vor einem Jahr“, kündigte gestern Steffen Knoll, Vorsitzender des FSV Grün-Weiß Stadtroda an. OTZ/Jens Henning